2014 Schweden
05.05.2014 Im Flow

Unsicher über die Wetterlage der kommenden Tage, haben wir beschlossen einen neuen Versuch einer Überfahrt nach Schweden zu machen.

Der Wind kam aus der richtigen Richtung. So haben wir es versucht, die Segel gesetzt, den Autopiloten instruiert und haben geschaut was passiert... Die kommenden Stunden waren Genuss pur. Alles lief wie von selbst. Ab und an etwas an den Segeln zupfen und den Schifffahrtsverkehr im Auge behalten. Das ist Fahrtensegeln...

In Schweden angekommen, mussten wir natürlich das Nahe gelegene Naturschutzreservat besuchen und sind dabei wieder beinahe über ein Nest gestolpert. Diesmal hat ein Austerfischer seine Eier genau auf unseren Weg gelegt... J



 
07.05.2014 Exotisches Schweden

Ja, es geschehen merkwürdige Sachen in Schweden. So richtig exotisch...

Aufgrund von Starkwind und Regen blieben wir einige Tage in Glommen. Innerhalb kürzester Zeit wurden wir wohl zum Dorfgespräch Nummer eins. Denn wir sind schon etwas exotisch: segeln wir doch zu einer Jahreszeit, bei der Schweden noch nicht mal an segeln denken (wir haben zum Beispiel noch kein Schiff entdeckt, welches so wie wir auf dem Weg nach Norden ist). Zudem sind wir die einzigen, die zu Fuss unterwegs sind.  Hier wird auch für kurze Strecken das Auto verwendet.

Natürlich haben wir die Segelpause genutzt und sind nochmals ins Nahe gelegene Vogelreservat gewandert. Dort haben wir so manch, für uns Schweizer, exotische Art entdeckt.

Am dritten Nachmittag wurden wir von zwei Mitgliedern des ansässigen Bootsclub, auf unsere Frage nach Internet, nach Hause eingeladen. Zudem wurde auch noch das ganze Sortiment an selbst gemachtem Dessert und Süssigkeiten aufgetischt. Es entwickelte sich ein sehr spannender und unterhaltsamer Nachmittag. Er endete mit einem Ausflug in die nächst grössere Stadt, so eine richtige Stadtrundfahrt. Es war super!



 
10.05.2014 Einsame Inseln und eine Metropole

Das Revier an Schwedens Westküste zeichnet sich durch seine Gegensätze aus. Einsame Inseln liegen nur wenige Meilen vor der Metropole Göteborg. Wir haben beides besucht...

Nach der erzwungenen Pause in Glommen waren wir froh, weiter nach Norden segeln zu können. Vor uns erstreckte sich der Schärengarten mit seinen tausenden Inseln. Wir genossen das Segeln und die Einsamkeit der Inseln. Nachdem der Anker gefallen war, machten wir uns auf Endeckungstour über die Insel... Es soll dort sogar Uhus geben.

Als Gegensatz besuchten wir Göteborg. Die Einfahrt vorbei an Megatankern, Containerschiffen, Fähren und einiger historischer Gebäude war eindrücklich. Mitten im Zentrum legten wir im wohl teuersten Hafen unserer Reise (hoffentlich...) an. Wir schlenderten durch die Stadt und genossen die schönen Parks. Doch irgendwie gleichen sich die Einkaufsstrassen aller Städte zu sehr (H&M, BodyShop, ...) als dass wir noch hätten länger verbleiben wollen. Uns zog es weiter zu den Inseln...



 
16.05.2014 Rums...

Wir lieben das Festmachen an den Schäreninseln. Dafür nehmen wir in Kauf, dass das Anlegen bis zu 1.5h dauert... dann liegen wir aber perfekt zwischen den Felsen. Dachten wir...

Gestern Abend haben wir uns wieder einen tollen Felsen gesucht, an dem wir festmachen konnten. Das Festmachen war mit einiger Kletterei verbunden. Dafür war es wirklich ein super Platz. Schön geschützt vor dem prognostizierten Westwinden mit bis zu 6 Bf. Wir haben nach dem Nachtessen uns etwas vom Fels weg gezogen um sicher genug Abstand zu haben. Das Schiff schaukelte sauber in den Leinen, alles tip top...

Um 23:00 hat es aber einen mächtigen Rums gegeben. Beide sind natürlich sofort hell wach gewesen. Aber wir konnten nicht feststellen, warum das Schiff angeschlagen hat, denn es bewegte sich weiter ohne erneut anzuschlagen... Um 24:00 Uhr erneut ein Schlag. Jetzt war genug, wir mussten den Platz sofort verlassen. Zum Glück hatten wir schon vorgängig besprochen, wie das geschehen sollte. Darum lief alles wie geplant.

In der selben Bucht liessen wir dann den Anker auf 5m Wassertiefe fallen. Wir streckten über 40m Kette um ja auch sicher zu liegen. Der Anker hielt auf anhieb... der Skipper hat aber trotzdem die ganze Nacht nicht mehr geschlafen...



 
17.05.2014 Mit Speedrekord durch die Schären

Unsere SOUND OF JURA läuft besser und besser. Heute sind wir mit Speedrekord durch die Schären gefahren.

Als erster Leckerbissen des Tages erlebten wir die Durchfahrt von Havstensund. Die Durchfahrt ist sehr schmal, geschätzte 20-30m. Vor vier Jahren bei unserem ersten Besuch hier, sind wir unter Motor durch die Passage gefahren. Nun sind wir mutiger und lassen den Motor ruhen und segeln mit der Genua (klar, der echte Schwede lässt auch noch das Gross oben...). Cool...